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Schulprogramm

Absenzen- und Urlaubswesen

a. Schüler:innen

Absenzen
Die Absenzen der Schüler:innen werden mittels SchulNetz von der Klassenlehrperson festgehalten. Unentschuldigte Absenzen können im Zeugnis festgehalten werden. Mehrmalige unentschuldigte Absenzen können durch den Schulrat mit einer Busse geahndet werden.

 

Urlaub
Die Kindergärten und Primarschulen der Gemeinden Frenkendorf und Füllinsdorf, sowie die Sekundarschule Frenkendorf haben eine gemeinsame Urlaubsregelung, die für alle Schüler:innen gilt. Die Bewilligungsinstanz informiert die Erziehungsberechtigten über den Entscheid. Der Entscheid ist in rechtlichem Sinne eine Verfügung. Gegen diese Verfügung kann bei der nächsthöheren Instanz Beschwerde erhoben werden.

 

b. Lehrpersonen


Bei Absenzen von Lehrpersonen wird die Betreuung der Schüler:innen während des Vormittags sichergestellt. Falls der Nachmittagsunterricht ausfällt, werden die Eltern darüber informiert. Schüler:innen können bei Bedarf während der Unterrichtszeit am Nachmittag durch die Schule beaufsichtigt werden. Für den Fachunterricht in der Halbklasse und den Unterricht der Speziellen Förderung wird keine Stellvertretung eingesetzt.

 

Arbeitsplatz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Den Klassenlehrpersonen wird für die Ausübung ihrer Arbeit ein Klassenzimmer mit Lehrerpult zur Verfügung gestellt. Jedes Schulzimmer ist mit einem Internetanschluss ausgerüstet. Lehrpersonen arbeiten mit ihrem eigenen PC/ Laptop, dafür steht eine jährliche Vergütung zur Verfügung.
Die Fachlehrpersonen unterrichten jeweils im Klassenzimmer im Rahmen eines integrativen Schulsettings, in einem Fachzimmer oder im Gruppenraum. Im Lehrerzentrum befindet sich ein Arbeitsraum für Lehrpersonen, ein Kopier- und Schneideraum, eine Caféteria, ein Sitzungszimmer, sowie Materialräume für Verbrauchs- und Methodikmaterial.
Der Hauswart verfügt über ein eigenes Büro, welches sich im Schulhaus befindet.
Der Schulleitung und dem Sekretariat stehen jeweils ein Büro mit der nötigen Infrastruktur, sowie ein Sitzungszimmer zur Verfügung.

 

Austritte

Austretende Lehrpersonen werden am Abschlussapèro am Ende des Schuljahres verabschiedet.

 

Berichterstattung und Leistungsmessung

Die Berichterstattung ist ein zentrales Mittel für Rechenschaft. Schulintern findet Berichterstattung statt von Schüler:innen gegenüber den Lehrpersonen in Form von Produkten im Unterricht, von den Lehrpersonen gegenüber der Schulleitung, bzw. der Schulleitung gegenüber dem Schulrat und von da gegenüber der interessierten Öffentlichkeit. Darüber hinaus erstattet die Schule Bericht gegenüber der BKSD und die BKSD gegenüber der Gesamtregierung und der Politik, bzw. der interessierten Öffentlichkeit.

Die Leistungsmessung nutzt Instrumente für die Standortbestimmung und für kompetenzorientiertes Fördern und Lernen (Checks, Aufgabensammlung). Sie dient den Lehrpersonen für Individualisierung, faire Beurteilung und Unterrichtsentwicklung. Den Schulleitungen und der Bildungsdirektion gibt sie Hinweise bezüglich des Leistungsstands im vierkantonalen Vergleich.

 

Berufsauftrag - Engagement Mitarbeitende

Im Rahmen des Berufsauftrags sind Lehrpersonen verpflichtet, sich nebst dem Unterrichten (Bereiche A und B) in den Bereichen C (schulbezogene Aufgaben), D (Beratung Schüler:innen und Erziehungsberechtigte) und E (Personalentwicklung/ Weiterbildung) zu engagieren. Weitere Spezialfunktionen können in Form des erweiterten Berufsauftrages dazukommen. Das Engagement der Lehrpersonen für den Bereich C (schulbezogene Aufgaben) organisiert die Primarstufe Frenkendorf in drei Sachbereichen:

I. Pädagogik (lernen und reflektieren)
Das Engagement im Bereich Pädagogik dient zur Qualitätsentwicklung im Kerngeschäft und wird im Kapitel Pädagogische Q-Entwicklung (III.E.) des QM-Konzepts beschrieben.

II. Betrieb (organisieren, koordinieren, betreuen)
Die Organisation der Ressorts ist grundsätzlich Aufgabe des Konvents. Es sind umfassende Ressorts anzustreben, für welche mehreren Personen zuständig sind. Eine gerechte Verteilung der Aufgaben soll unter dem Aspekt des Anstellungsgrades der einzelnen Angestellten vorgenommen werden, besondere Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeitenden sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Der Aufgabenbeschrieb der unbezahlten Ressorts liegt in der Pflicht des Konvents. Die Verantwortlichen sind sich ihrer Aufgabe bewusst, im Sinne der Gesamtheit der Schule zu handeln.
Einige Ressorts sind mit einem Budgetbetrag ausgestattet. Die Ressortverantwortlichen können in Absprache und unter Vorgabe der Schulleitung Ausgaben innerhalb des vorgegebenen finanziellen Rahmens tätigen.
Das Engagement in gewissen Ressorts wird via Schulpool entlöhnt. Diese Spezialfunktionen werden zusätzlich zur vertraglich festgelegten Jahresarbeitszeit geleistet. Aufgabenbeschreibungen der Spezialfunktionen sind kantonal definiert oder erfolgen durch die Schulleitung (siehe Kapitel 6).

III. Entwicklung und Kultur (erarbeiten, erneuern, experimentieren)
Verschiedene Themen und Anlässe, die uns im Schulalltag beschäftigen, werden während des Schuljahrs von Mitwirkungsgruppen (MWG) bearbeitet und durchgeführt. Die Lehrpersonen können Themen für diese Gruppen vorschlagen oder bei vorgeschlagenen Themen der Schulleitung mitwirken.
Die Länge der Aktivität einer Mitwirkungsgruppe hängt vom jeweiligen Thema und dessen Umfang ab.
Lehrpersonen engagieren sich entsprechend ihres Anstellungsgrades. Dieses Engagement zugunsten des Kollegiums ist Gesprächsinhalt der regelmässig stattfindenden Mitarbeitendengespräche mit der Schulleitung.
Der erweiterte Berufsauftrag umfasst zusätzliche und mit der Schulleitung vereinbarte Spezialaufgaben, welche in der Regel mittels kantonalem Projektbudget oder via Schulpool vergütet werden können:

  • Direkt vergütete, projektunabhängige und etablierte Spezialfunktionen: Klassenführung, PICTS
  • Vergütete kantonale Zusatzaufträge: verpflichtende Fortbildung, Weiterbildung für Spezialisierung
  • Durch den Schulpool vergütete Spezialfunktionen: Konventsleitung, Pensen- und Stundenplanung, Verwaltung Schul- und Unterrichtsmaterial, TICTS, Verantwortung Bibliothek, Verantwortung Werkräume, Verantwortung Junglehrpersonen
  • Einige kommunale Aufgaben werden mittels Sitzungsgelder vergütet. Es können weitere bezahlte oder unbezahlte Spezialfunktionen geschaffen werden.

Die Schulleitung koordiniert die Spezialaufgaben und legt die Verteilung der Gelder aus dem Schulpool fest. Diese wird überprüft und gegebenenfalls angepasst. Begründeter und plausibler Mehraufwand, welcher den bezahlten Umfang übersteigt, kann mit der Zustimmung der Schulleitung im Grundauftrag im Bereich C geltend gemacht werden.  

 

Bibliothek

Im Primarschulhaus Egg steht den Klassen eine Schülerbibliothek zur Verfügung. Die einzelnen Klassen können diese während den Unterrichtszeiten, je nach Stundenplan, zusammen mit ihrer Lehrperson benützen. Sind nicht alle Zeitfenster durch die Schule belegt, kann auch der Kindergarten von diesem Angebot profitieren.
Die Bibliotheksverantwortlichen führen die Bibliothek autonom. Für die Beschaffung von neuen Büchern steht ein Budget zur Verfügung.

 

Disziplin | Gefährdung | strafbare Handlungen

Disziplinarische Schwierigkeiten, Gefährdungen und strafbare Handlungen können jederzeit zum Thema und Problem im Schulalltag werden.
In jedem Fall sind Lehrpersonen, Schulsozialdienst und Schulleitung verpflichtet, professionell aktiv zu werden. Dies zum Wohl des betroffenen Kindes, der Mitschüler:innen, der Erziehungsberechtigten und der Lehrpersonen; grundsätzlich also aller Schulbeteiligten.
Disziplinarische Schwierigkeiten, Gefährdung und auch strafbare Handlungen können gleichzeitig oder gestaffelt auftreten, die Auffälligkeiten sind häufig in allen drei Bereichen sichtbar, die Ursachen sind oft die gleichen.
In den Handreichungen für Lehrpersonen und im Flyer für Schüler:innen und Eltern werden die Stufen des Disziplinarplanes erläutert. Bei Gefährdungen und strafbaren Handlungen werden sofort die entsprechenden regionalen oder kantonalen Stellen und/ oder Behörden (KESB, Polizei) informiert und involviert.  

 

Externe Evaluation

Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion ist für die regelmässige Durchführung der externen Evaluation verantwortlich und bestimmt die Evaluationsbereiche. Nach der Durchführung verfasst das Evaluationsteam zuhanden des Schulrats, der Schulleitung und des Amtes für Volksschulen einen Bericht, der seine Beobachtungen, eine Beurteilung und Empfehlung zur Qualitätsentwicklung enthält. Die Umsetzung dieser Empfehlungen werden von der Schulleitung geplant und im Mehrjahresplan aufgenommen.

 

Externe Kommunikation

Wir sind bestrebt, die Eltern unserer Schüler:innen gut und zeitnah über das Geschehen an unserer Schule zu informieren. Drei bis vier Mal jährlich informieren wir die Erziehungsberechtigten mittels einer Elterninformation über Aktuelles. Die Elterninfo beinhaltet in einem ersten Teil allgemeine Informationen der Schulleitung, gefolgt von stufen- und klassenspezifischen Inhalten. 
(...)

Unsere Homepage dient den Eltern, Lehrpersonen und Interessierten als Informationsquelle über unsere Schule und gibt einen Einblick in das aktuelle Schulgeschehen.
Regelmässig verfasst die Schule Beiträge im Frenkendörfer Anzeiger, um die Eltern und die Bevölkerung über das Geschehen an der Primarstufe zu informieren.

 

Fachliche Umsetzung des Lehrplans

Für die fachliche Umsetzung des Lehrplans ist die Lehrperson verantwortlich. Sie berücksichtigt die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler:innen und fördert diese auf den entsprechenden Kompetenzstufen.

 

Feedbackverantwortliche

Das Amt des Feedbackverantwortlichen / der Feedbackverantwortlichen kann als Alternative zu den Q-Gruppen gewählt werden. Aufgabe dieser Person(en) ist es, regelmässig an Konventen oder auch während des Schuljahres das Feedback zu einzelnen Anlässen, Projekten, etc. beim Kollegium einzuholen um diese ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dies soll mit verschiedenen Feedbackinstrumenten bzw. ‑methoden geschehen, damit die Lehrpersonen, neben dem Evaluationsgedanken, Ideen für den eigenen Unterricht (Feedback der Schüler:innen) erhalten.
Zur persönlichen Qualitätsentwicklung gehören ausserdem die Abmachungen und Ziele, welche in den MAGs und den Unterrichtsnachbesprechungen mit der Schulleitung getroffen, bzw. abgemacht werden.

 

Finanzen

Kostenträger aller Schulkosten ist die Gemeinde Frenkendorf. Die Finanzverwaltung der Gemeinde Frenkendorf gibt die Rahmenbedingungen vor. Die Schulleitung erstellt jährlich ein Budget für den variablen Teil der Bildungskosten unserer Schule, welches vom Schulrat genehmigt an den Gemeinderat zur Vernehmlassung weitergereicht wird. Dazu führt das Schulsekretariat eine interne Buchhaltung. Das schulinterne Baubudget wird durch die Bauverwaltung koordiniert. Die Buchhaltung liegt bei der Bauverwaltung.

 

Finanzielle Honorierung bei ausserordentlichen Leistungen

Die Schulleitung darf Lehrpersonen bei ausserordentlichen Leistungen zusätzlich honorieren. Nebst der Möglichkeit einen beschleunigten Stufenanstieg zu erwirken, kann die Schulleitung eine finanzielle Vergütung mittels einer Spontanhonorierung oder einer Leistungsprämie aussprechen. Mit der Vergabe eines A+ Prädikats im Herbst wird der Anstieg des Erfahrungswertes für die Lohn-berechnung beschleunigt - beginnend ab folgendem Kalenderjahr. Eine Spontanhonorierung oder eine Ausschüttung einer Leistungsprämie kann jedoch jederzeit erfolgen.
Diese Honorierungen liegen in der Kompetenz der Schulleitung. Leistungsprämien müssen vom Schulrat bestätigt und durch den Gemeinderat bewilligt werden.

 

Förderung

Grundangebot

Das Grundangebot an Förderung an der Primarstufe Frenkendorf beinhaltet:

  • Vorschulheilpädagogik (VHP) im Kindergarten
  • Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
  • Deutsch als Zweitsprache intensiv (DaZ intensiv)
  • Förderunterricht ab der 2. Klasse in den Fächern Deutsch und Mathematik
  • Förderunterricht bei besonderer Leistungsfähigkeit (pull out)
  • Logopädie

2. Spezielle Förderung

Die Angebote der Speziellen Förderung beinhalten:

  • Einführungsklasse 1
  • Einführungsklasse 2
  • Kleinklasse für das 2. bis 6. Schuljahr
  • Integrative Schulungsform (ISF) ab dem 2. Schuljahr

3. Sonderschulung

Die Schulleitung prüft auf Antrag der Eltern oder Klassenlehrpersonen mit den beteiligten Fachstellen die Integration von Sonderschüler:innen.

Überprüft wird die Bildung einer Integrationsklasse (IK) oder die Möglichkeit einer Einzel- oder Doppelintegration.

 

FQF

Die Lehrpersonen pflegen untereinander einen offenen Austausch über Unterrichtsqualität. Das kollegiale Feedback (FQF) dient dazu, sich mittels gegenseitigen Unterrichtsbesuchen, in der Unterrichtsentwicklung anzuregen, zu stärken und zu unterstützen. Die jeweiligen FQF-Teams setzen sich in jedem Schuljahr neu zusammen. Die gegenseitigen Besuche werden vorgängig geplant und abgemacht und am Ende des Schuljahres mittels eines Feedbackformulars inklusive Fazit zuhanden der Schulleitung bestätigt.

 

Funktions- und Stellenbeschriebe

Die Aufgaben der Schulleitung orientieren sich am Pflichtenheft der Schulleitung, welches in der Verordnung für den Kindergarten und die Primarschule festgehalten ist. Das Pflichtenheft der Sachbearbeitung und des Sekretariats wurde von der Gemeinde Frenkendorf erstellt.

 

Geflüchtete Kinder

Seit der veränderten weltpolitischen Lage steht die Schule vermehrt vor der Herausforderung, Kinder von flüchtenden Familien in die Primarstufe einzuschulen, die direkt aus dem Ausland kommend der Gemeinde Frenkendorf zugewiesen wurden.
Die Erfahrung zeigt, dass nicht nur das Geburtsdatum und die fehlenden Sprachkenntnisse der deutschen Sprache, sondern vor allem auch der absolvierte Schulbesuch im Herkunftsland, die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Schüler:innen und die Umstände ihrer Flucht für die Einteilung relevant sind.

 

HSK

Die Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) werden vom Amt für Volksschulen koordiniert. Der Antrag zur Durchführung eines Kurses an der Primarstufe Frenkendorf wird von der Schulleitung geprüft und wenn möglich bewilligt.

 

Interdisziplinärer Austausch

Der Interdisziplinäre Austausch (IA) entspricht bezüglich Organisation und Methode einer Intervision. (siehe Intervision) Er setzt sich jedoch aus Personen verschiedener Berufsgruppen im Bereich Pädagogik und Medizin zusammen. Aktuell sind dies Lehrpersonen, Heilpädagog:innen Logopäd:innen, Therapeut:innen, Psycholog:innen und Pädiater:innen aus dem Einzugsgebiet unserer Schule.

 

Interne Evaluation

Die interne Evaluation umfasst die Selbstevaluation der Schule als Gesamtorganisation, sowie die Selbstevaluation der Lehrpersonen. Die Evaluation bezieht sich auf klar definierte Gegenstände und eindeutige Fragestellungen, welche im Mehrjahresplan der Schule festgelegt und definiert werden. In regelmässiger Abfolge werden die einzelnen Teilbereiche nacheinander evaluiert.

 

Interne Kommunikation

Eine offene, zielgerichtete und möglichst zeitnahe Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikationskultur der Primarstufe Frenkendorf.
Sämtliche schul- und unterrichtsrelevanten Dokumente und Informationen werden für alle Lehrpersonen  auf webbasierten Plattformen (Microsoft365, SchulNetz, eWolke) zugänglich gemacht. Die Lehrpersonen haben zudem die Möglichkeit, in den für sie eingerichteten Bereichen Dokumente abzulegen und untereinander zu teilen.

 

Intervision

Die Intervisionsgruppe setzt sich aus Lehrpersonen unterschiedlicher Stufen oder Fachrichtungen zusammen. Anhand des festgelegten Intervisionsablaufes werden Fälle aus der eigenen Praxis besprochen und Tipps und Meinungen dazu von anderen Lehrpersonen aus dem Kollegium eingeholt.
Am Ende des Schuljahres wird ein Bericht über die durchgeführten Termine der Intervisionsgruppe zuhanden der Schulleitung abgegeben.
Intervision kann auch innerhalb eines pädagogischen Teams stattfinden.

 

Jahresplanung - Termine und Schwerpunkt

Die Planung der Schul- und Stufentermine liegt in der Verantwortung der Schulleitung und der Schulverwaltung. Dem Konvent wird ein Vorschlag unterbreitet, Änderungswünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
In Zusammenarbeit mit der Schulleitung legt die Steuergruppe den betrieblichen oder pädagogischen Schwerpunkt des kommenden Schuljahres fest. Dieser resultiert aus den laufenden Q-Prozessen. Die Planung und die konkrete Umsetzung findet gemeinsam mit der MWG «SchiWE» statt. Auch eine mehrjährige Umsetzungsphase ist möglich.

 

Klassenplanung und Klassenbildung

Bei der Klassenbildung für Kindergarten und Primarschule gilt die Richtzahl gemäss Bildungsgesetz §11. Die Schulleitung achtet auf ausgeglichene Klassen an den verschiedenen Standorten.

 

Klassentausch

Jeweils zwei Lehrpersonen tauschen während einem Schulmorgen ihre Rollen und unterrichten in der jeweils anderen Klasse. Die Unterrichtseinheiten werden gemeinsam geplant, vorbereitet und nachbesprochen, bzw. ausgewertet.
Ziel dieses Tausches ist es, sich in die Rolle einer anderen Lehrperson hineinzuversetzen, ihren Arbeitsalltag genauer kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Klassentausch kann nicht im eigenen Stufenteam bzw. pädagogischen Team stattfinden.

 

Kompetenzorientierung

Der Lehrplan Volksschule Basel-Land zeigt auf, wie eine Kompetenz über die gesamte Dauer der Volksschule aufgebaut wird und welche Beteiligten in welchem Zyklus und in welcher Art zu diesem Aufbau beitragen. So haben die Lehrpersonen Klarheit darüber, welche Kompetenzstufen alle Schüler:innen erreichen müssen (Grundanforderungen) und an welchen Kompetenzstufen mit allen Schüler:innenn gearbeitet wurde (Orientierungspunkte).

 

Konvent

Der Konvent ist das offizielle Organ der Lehrpersonen. Er dient dem Informationsaustausch und soll als Diskussionsplattform genutzt werden. Im Konvent werden Stellungen bezogen und Entscheidungen getroffen. Der Konvent gewährleistet, dass die Lehrpersonen in wichtige Entscheidungsprozesse der Schule miteinbezogen werden. Der Konvent nimmt zu wichtigen Fragen der Schule Stellung, bearbeitet und präzisiert das Schulprogramm und das Schulhandbuch. Er strukturiert, organisiert und reflektiert den klassenübergreifenden Schulalltag, im von der Schulleitung vorgegebenen Rahmen. Er äussert sich zuhanden des Schulrates zur Organisation der Schulleitung und wählt die Lehrerinnen- und Lehrervertreter im Schulrat. Der Konvent ist das Organ für den Informationsaustausch der Lehrerinnen- und Lehrervertreter im Schulrat.

 

Krisenkommunikation

In Krisensituationen halten wir uns bezüglich der Kommunikation an das Handbuch „Sicherheit an Schulen“. Wir sind bestrebt, alle Beteiligten so zeitnah wie möglich zu informieren und werden, wenn nötig, Unterstützung von Fachpersonen / Fachstellen in Anspruch nehmen.

Die Erfahrungen während des Lockdowns und der folgenden Covid19-Ausnahmesituation zeigen, dass konzeptionell angedachte Kommunikationsformen aktuellen Situation häufig nicht genügen oder unpassend sind. Aus diesem Grund überprüfen wir regelmässig die Aktualität und Funktionalität unserer verschiedenen Kanäle der Kommunikation. Im Krisenfall wählen wir dann die passendste Form.
E-mail-Adressen, Telefonnummern und andere Wege der Kommunikation aller Anspruchsgruppen (Eltern, Mitarbeiter:innen, Partnerorganisationen etc.) werden regelmässig aktualisiert.

 

Krisen und Notfälle

Bei Bedrohungslagen orientiert sich das Handeln der betroffenen Personen am Sicherheitshandbuch der Primarstufe Frenkendorf. Darin enthalten sind Erläuterungen und Anleitungen. Im Speziellen werden folgende Themen präzisiert:

  • Handlungsanweisungen für Mitarbeiter:innen innerhalb der verschieden Sicherheitsstufen
  • Bedrohungen einschätzen und Alarm auslösen
  • Notfallübungen und Weiterbildungen
  • Drohungen gegen Lehrpersonen
  • Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter:innen in Notsituationen und Krisenfällen

Sämtliche Inhalte orientieren sich an kantonalen Handlungsanweisungen für Krisen und Notsituationen, im speziellen an der Broschüre “Sicherheit an Schulen”. 

 

Lager | Schulanlässe | Projekte

Ein 5-tägiges Lager kann jeweils in der Mittelstufe I und der Mittelstufe II für alle Schüler:innen durchgeführt werden. Projekte und Kurswochen finden innerhalb des regulären Stundenplans statt. Unterrichtsverschiebungen oder freiwillige zusätzliche Präsenzzeiten sind während solchen Spezialwochen normal und können auch auf Wochenenden fallen.
Die Schulleitung bewilligt und verantwortet vorgängig Schullager, Projekt- und Kurswochen.
Die Lehrpersonen bereiten Schullager, Projekt- und Kurswochen vor, führen diese durch und evaluieren sie im Anschluss. Zusätzliche Präsenzzeiten der Lehrpersonen während Spezialwochen sind im Berufsauftrag enthalten und können nach Absprache mit der Schulleitung innerhalb der JAZ ausgewiesen werden.
Für Schulanlässe und Projekte ist jeweils ein Organisationsteam für die Planung, Durchführung und die Evaluation verantwortlich. Dieses Team konstituiert sich je nach Grösse des Events entweder aus einem Amt, einer Mitwirkungsgruppe oder einer Projektgruppe.

 

Leistungsbeurteilung

Gemäss Lehrplan und Laufbahnverordnung gibt es drei Beurteilungsformen:

Formative Beurteilung: Sie hat den Zweck das Lernen zu unterstützen. Formative Beurteilung beinhaltet das Suchen und Interpretieren von Anhaltspunkten, wo die SuS in ihrem Lernprozess stehen, wohin sie gehen und wie sie am besten dorthin kommen.

Summative Beurteilung: Die summative Beurteilung mittels Noten von Arbeiten, Lernkontrollen und Tests zeigt den Lernenden ihren aktuellen Leistungsstand in Bezug auf bestimmte Prüfungsanforderungen.

Prognostische Beurteilung: Diese leitet sich aus den Erkenntnissen der formativen und der summativen Beurteilung ab. Sie gibt eine Einschätzung über die weitere schulische Entwicklung der SuS. Dabei können Einbezogen werden dabei die Selbstevaluation der Lernenden, die Einschätzung der Eltern am Standortgespräch, sowie die Einschätzung weiterer am Lernen der Kinder beteiligten Personen einbezogen werden.

Die Lehrpersonen orientieren sich an der schulinternen Wegleitung zur Leistungsbeurteilung.

 

MAG (Mitarbeitendengespräch)

Das Mitarbeitendengespräch (MAG) ist ein wichtiger Bestandteil der Personalführung. Die Schulleitung führt mit allen Lehrpersonen regelmässig ein MAG durch. Die Termine werden von der Schulleitung frühzeitig festgelegt und rechtzeitig kommuniziert. Der Ablauf des Gesprächs orientiert sich am Schreiben zur Gesprächsvorbereitung, aktuellen oder schuljahresspezifischen Themen. Am Ende des Gesprächs formuliert die Schulleitung eine Zielvereinbarung.
Ein ausserordentliches MAG kann auch auf Wunsch des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin oder auf Anweisung der Schulleitung stattfinden. 

 

Methodik und Didaktik der Mehrsprachigkeit

Die Fremdsprachen unterrichtenden Lehrpersonen verfügen über die fachliche Ausbildung der Didaktik der Mehrsprachigkeit und gestalten ihren Unterricht im Sinne dieser Methodik und Didaktik (passepartout).

 

Pädagogische Kooperation

Die Primarstufe Frenkendorf fördert die intensive Zusammenarbeit im Stufenteam. Die Teams entstehen in der Regel aus den Klassenstufen in der Primarschule und im Kindergarten aus den gemeinsamen Standorten. Die einzelnen Teams legen jährlich die Intensität der Kooperation (Stufen 1-3) fest.
Die Zusammenarbeit im Team soll für die einzelnen Lehrpersonen primär eine Entlastung darstellen. Die Intensität der Zusammenarbeit variiert, je nach Stufe, in folgenden Bereichen: Unterricht, Pädagogik, Jahresziele, Reflexion, Organisation, Entlastung und Unterstützung durch die Schulleitung. 

 

Personaleinführung

Neue Lehrpersonen an der Schule werden, wenn möglich, schon im laufenden Schuljahr in das Schulleben integriert. Sie erhalten die Einladung zum letzten Gesamtkonvent im Juni, damit sie dem Kollegium vorgestellt werden können. Ausserdem sollten sie bereits an den schulinternen Weiterbildungstagen im August teilnehmen.
Um ihnen den Einstieg in den Berufsalltag und das Arbeiten an der Primarstufe Frenkendorf zu erleichtern, bekommen sie eine Gotte/einen Götti aus derselben Stufe zur Seite gestellt, der oder die sie in der ersten Zeit unterstützen wird. Sie gilt als erste Anlaufstell für Fragen oder Anliegen.
Der Schulleitung ist es ein wichtiges Anliegen, neuen Lehrpersonen einen guten Start im Team und an der Schule zu ermöglichen.

 

Personalführung

Die Personalführung ist eine wichtige Aufgabe der Schulleitung und ein zentraler Faktor für die Qualitätsentwicklung und -sicherung der Schule. Sie trägt im Rahmen des schulinternen Qualitätsmanagements dazu bei, gut zu werden resp. zu bleiben. Die Schulleitung unterstützt die berufliche und persönliche Weiterentwicklung der Lehrpersonen und bezieht sie aktiv in die Weiterentwicklung der Schule ein.

 

Personalplanung

Die Personalplanung erfolgt aufgrund der bewilligten Klassenbildung. Die Lehrpersonen werden im Quartal zwischen Sport- und Frühlingsferien gebeten, ihre Pensenwünsche anzugeben. Die Schulleitung ist bestrebt, die Wünsche der Lehrpersonen soweit als möglich zu berücksichtigen. Die Verträge mit den Lehrpersonen werden aufgrund der definitiven Pensen ausgelöst. Vertragsänderungen werden, wenn immer möglich, einvernehmlich und ohne Kündigung vorgenommen.
Können nicht alle Pensen intern besetzt werden, werden die freien Stellen ausgeschrieben.

 

Personalrekrutierung

Offene Stellen werden von der Schulleitung ausgeschrieben. Eintreffende Bewerbungen werden gesichtet und geeignete Kandidat:innen zum Gespräch eingeladen. Das Gespräch findet unter der Leitung der Schulleitung statt. Bei offenen Stellen als Stellenpartner:in oder Fachlehrperson in enger Zusammenarbeit mit einer anderen Lehrperson, wird diejenigen Lehrpersonen auch zum Gespräch eingeladen. Sie wird als beratende Stimme in den Anstellungsprozess beigezogen.
Bei unbefristeten Anstellungen schliesst der Schulrat mit der Wahl der Lehrperson den Anstellungsprozess ab.

 

Personal- und Schüleradministration

Seit August 2016 arbeitet die Primarstufe Frenkendorf mit der Schuladministrationslösung (SAL) und führt sämtliche Daten mittels dieses Programmes. 

 

Promotion

Sind die Kompetenzstufen der einzelnen Zyklen erreicht, durchlaufen die SuS die Primarstufe in der Regel ohne Wiederholung eines Schuljahres.
Ist die Versetzung gefährdet, werden die Eltern frühzeitig am Standortgespräch informiert und in der Mitte des zweiten Semesters schriftlich darauf aufmerksam gemacht. Es wird geprüft, ob eine Weiterführung, mit oder ohne Unterstützung, möglich ist oder im Ausnahmefall eine Repetition in Betracht gezogen werden soll.
Erziehungsberechtigte können bei der Schulleitung die freiwillige Repetition eines Schuljahres beantragen. Um einen Entscheid zu fällen, bezieht die Schulleitung die Meinung des Klassenkonvents sowie Ergebnisse allfällig involvierter Fachstellen mit ein. Genauso wird der Antrag auf ein allfälliges drittes Kindergartenjahr gehandhabt.

 

Q-Entwicklung | Gefässe für Unterrichts- und Organisationsthemen

Pro Schuljahr engagieren sich die Lehrpersonen der Primarstufe in mindestens einer der unten genannten Q-Gruppen (FQF, Klassentausch, Intervision, Supervision, interdisziplinärer Austausch, Steuergruppe, SchiWe-Begleitgruppe oder Feedbackverantwortliche). Mitarbeitende mit einem Pensum von 10 oder weniger Lektionen wirken in Absprache mit der jeweils zuständigen Schulleitung in diesen Gruppen mit. Zum Ende des Schuljahres wird von der Gruppe ein kurzes Feedback zuhanden der Schulleitung verfasst. Diese Fazits haben einen massgebenden Einfluss auf einzelne Teilbereiche der Schulentwicklung sowie auf die organisatorische und pädagogische Jahresplanung.

 

Raum

Die Belegung der Räumlichkeiten der Primarschule und der Kindergärten Frenkendorf wird während der Unterrichtszeiten von der Schulleitung verwaltet. Die Zuteilung sämtlicher Räume liegt in der Kompetenz der Schulleitung. Raum und Zimmerwechsel finden, wenn immer möglich, auf Semesterbeginn statt.

 

Rechtlicher Rahmen

Das Schulprogramm basiert auf dem Bildungsgesetz und den dazugehörenden
Verordnungen und Reglementen aus den Kapiteln 640-647
sowie sämtlichen Bestimmungen des Amtes für Volksschulen.

 

SAL (Schuladministrationslösungen)

Seit August 2016 arbeitet die Primarstufe Frenkendorf mit der Schuladministrationslösung (SAL). Alle Schüler:innendaten, sowie die Daten aller Lehrpersonen werden im Schulnetz bearbeitet. Alle Verträge und Lektionenmeldungen werden mittels Infocockpit bearbeitet und bestellt.

 

SchiWE Begleitgruppe

Die Begleitgruppe SchiWe wirkt bei der Planung und Organisation der schulinternen Weiterbildungen mit. Im Speziellen erarbeitet die Gruppe gemeinsam mit der Schulleitung und allfälliger externen Referent/innen und Gäste die Form, den Inhalt sowie das Rahmenprogramm der Weiterbildungstage.

 

Schulbetrieb Organisation

Die Primarstufe Frenkendorf gehört zum Departement Bildung der Gemeinde Frenkendorf. Sie untersteht dem Schulrat, welcher sich aus vier Vertreterinnen und Vertretern der Einwohner von Frenkendorf, sowie der zuständigen Gemeinderätin/des zuständigen Gemeinderates (Departement Bildung) zusammensetzt.

 

Schüler:inneneinteilung

Regelprozesse
Bei der Klassenzuteilung der Schüler:innen gelten ergänzend zu den kantonalen Vorgaben (Verordnung Kindergarten und Primarschule) folgende Kriterien:

  • Klassengrösse
  • Geschlechterverteilung
  • fremd- und deutschsprachige Kinder
  • Zusätzlicher Förderbedarf / Betreuungsaufwand
  • Im Kindergarten: Schulweg
  • Im Kindergarten: nach Möglichkeit Rücksichtnahme auf das Geburtsdatum

Zwillinge: Im Kindergarten wird der Wunsch der Eltern bei der Zuteilung berücksichtigt. Bei der Einschulung in die erste Klasse wird der Schulleitung ein gemeinsam getroffener Vorschlag der Kindergartenlehrperson und der Eltern unterbreitet. Sind sich die beiden Parteien (KLP und Eltern) nicht einig, entscheidet der Klassenkonvent. Der Einteilungsentscheid bei Zwillingen wird den Eltern schriftlich inklusive Rechtsmittelbelehrung mitgeteilt.

Die Einteilung der Kindergartenkinder in die erste Klasse der Primarschule erfolgt jeweils im Frühjahr. Unter Aufsicht des Schulrates werden die Kinder, unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Kriterien, nach dem Zufallsprinzip auf die zu bildenden Klassen aufgeteilt. Kinder mit einer Empfehlung für die Einführungsklasse werden direkt in die EK eingeteilt.

 

Schulhausordnung

Die Kernbotschaften sind in fünf Merksätzen festgehalten.

  • Ich begegne anderen freundlich und respektvoll.
  • Ich halte mich an die Grenzen des Schulareals.
  • Ich nehme Rücksicht.
  • Ich trage Sorge zu unserem Schulareal.
  • Das bleibt zu Hause (z.B. private elektronische Geräte). / Das soll mit (z.B. ein gesundes Znüni).

Für die Nutzung persönlicher Geräte von Schüler:innen gelten spezielle Regeln.

 

Schulparlament

Jede Form von Mitsprache der Schüler:innen hat zum Ziel, Kultur und Qualität der Schule zu entwickeln und zu verankern. Das Schulparlament ist ein klassenübergreifendes, pädagogisches Instrument, um Lernen und Üben der Kommunikation und der demokratischen Entscheidungsfindung mit Auswirkung auf das Zusammenleben zu ermöglichen.
Mit dieser Partizipation sollen die Schüler:innen aktiv zur Förderung eines guten Schulklimas beitragen.

 

Schulprogramm

Das Schulprogramm der Primarstufe Frenkendorf regelt diejenigen Bereiche, welche von jeder teilautonom geleiteten Schule eigenständig gestaltet werden dürfen und durch Gesetz und Verordnungen nicht formuliert sind.
Ergänzungen, Konzepte und Formulare befinden sich, wenn notwendig, im Handbuch.

 

Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit ist ein neutrales Beratungsangebot der Primarstufe Frenkendorf.
Das Angebot kann freiwillig und kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Schulsozialarbeit ist ein Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe, welche ihre Arbeit direkt im Schulhaus ausführt und dort individuell Beratungen und Kriseninterventionen anbietet. Sie steht den Erziehungsberechtigten für Erziehungsfragen zur Verfügung und wirkt als Bindeglied zu anderen Unterstützungsangeboten und Behörden.
Weitere Wirkungsfelder können Klassen- und Präventionsprojekte sein. Bei der Priorisierung der Arbeitsfelder gilt “Intervention vor Prävention”: Akute Fälle werden vor präventiven Aufgaben bearbeitet. Als Fachperson der Sozialarbeit steht die Schulsozialarbeiter unter der beruflichen Schweigepflicht

 

Steuergruppe

Die Steuergruppe setzt sich aus Lehrpersonen aller Stufen zusammen. Die Mitglieder der Steuergruppe bringen Anliegen und Bedürfnisse des Kollegiums in das Gremium. Massgebend berät die Gruppe die Schulleitung im Bereich ‘Entwicklung und Qualität’ der Schulorganisation und -entwicklung. (Betrieb, Pädagogik, Prävention und Schulkultur)
Die Steuergruppe entwickelt ausserdem, zusammen mit der Schulleitung, die Mehrjahresplanung für die Schule. (*ehemals E-Team)

 

Stunden-, Pensenplanung und Lektionenbuchhaltung

Im zweiten Semester beginnt die Phase der Pensen- und Stundenplanung für das kommende Schuljahr. Unter der Koordination des oder der Stundenplanverantwortlichen beginnt Schritt für Schritt die Planung der einzelnen Fächer nach den Grundsätzen der Fächerpriorisierung (siehe Schulhandbuch). Die Pensenplanung koordiniert die Schulleitung, unterstützt durch das Sekretariat. Die Stundenplanung liegt in der Kompetenz des oder der Stundenplanverantwortlichen, die Schulleitung interveniert bei Konflikten oder wenn Richtlinien missachtet werden. Wünsche von Lehrpersonen werden innerhalb der Richtlinien berücksichtigt, sofern organisatorisch und pädagogisch vertretbar.

In der Lektionenbuchhaltung (LBH) wird der effektiv geleistete Unterricht verwaltet. Zuständig ist die Schuladministration im Auftrag der Schulleitung. Die Anhäufung und der Bezug von Mehrlektionen in kleinem Umfang werden in der Regel in gegenseitigem Einverständnis zwischen Lehrpersonen und Schulverwaltung/Schulleitung mündlich vereinbart.

 

Supervision

In Absprache mit der Schulleitung ist es möglich, eine Supervisionsgruppe zu bilden. Mit Hilfe einer externen Beratungsperson werden eigene Fälle aus der Praxis besprochen und reflektiert.

 

Überfachliche Umsetzung des Lehrplans

Viele Kompetenzen, die gemäss dem Lehrplan in einzelnen Fächern aufgebaut werden, gehen über einzelne Fachbereiche hinaus und können nur in fächerübergreifenden Lernsituationen erworben werden. Es liegt in der Kompetenz der Lehrperson, diese Lernsituationen in Absprache mit anderen Lehrpersonen (insbesondere dem Pädagogischen Team) zu gestalten.

 

Übergänge und Übertritt

Die Lehrpersonen teilen die Kinder am Ende der Primarschulzeit in drei unterschiedliche Niveaus ein. Diese Einteilung erfolgt aufgrund der formativen, summativen und prognostischen Beurteilung und gilt als Entscheid. Sind die Erziehungsberechtigten mit dem Entscheid der Lehrpersonen nicht einverstanden, können sie ihr Kind zur Übertrittsprüfung anmelden. Das Ergebnis dieser Prüfung gilt als endgültiger Entscheid.
Der Übertritt der Schüler:innen der 6. Primarklassen sowie der Kleinklasse in die 1. Klassen der Sekundarschule wird einfach und transparent gestaltet. Näheres regelt die gemeinsame Richtlinie der Schulen Frenkendorf / Füllinsdorf (Übertrittskonzept).

 

Unterrichtbeurteilung

Die Unterrichtsbeurteilung durch die Schulleitung ist ein wichtiges Element der Personalführung. Am Ende einer Beobachtungsperiode erhalten die Lehrpersonen eine Rückmeldung. Diese kann in Form eines Feedbackbogens, im Rahmen eines regulären oder eines zusätzlichen Mitarbeitendengesprächs erfolgen. Die Form und allfällige spezielle Schwerpunkte werden zum Schuljahresbeginn kommuniziert.

 

Unterrichtsorganisation

Mit der Einführung der sechsten Klassen an der Primarstufe im Schuljahr 15/16 hat die Primarstufe auf einen Zweijahresrhythmus umgestellt. 
Die Kinder bleiben, wenn immer möglich, für zwei Jahre bei derselben Lehrperson.
Der Stundenplan wurde vereinheitlicht, so dass alle Kinder derselben Stufe an denselben Nachmittagen den Unterricht besuchen. Diese Anpassung erleichtert den Eltern die Planung und sorgt für eine Gleichbehandlung aller Schüler:innen.

 

Vernetzung

Seit der Umsetzung der Bildungsharmonisierung finden im Schulkreis Ergolz 1 regelmässige Treffen unter den verschiedenen Schulleitungen statt. Ziel dieser Treffen ist es, sich auszutauschen, Absprachen zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Die Zusammenarbeit mit der Sekundarschule Frenkendorf sowie der Primarstufe Füllinsdorf sind ein wichtiges Anliegen der Primarstufe Frenkendorf. Im Schuljahr finden mindestens 5 Austauschtreffen der Schulleitungen statt. Gemeinsame Anlässe der drei Schulen werden im Jahresprogramm eingeplant und durchgeführt (z.B. Grillfest, Jassturnier, Neujahrsapéro).

 

Weiterbildung

Individuelle Weiterbildung

Innerhalb des Berufsauftrages der Lehrpersonen nimmt die individuelle Weiterbildung eine bedeutende Stellung ein. Sie gewährleistet, dass sich die Lehrpersonen ständig weiterentwickeln und an der Qualität ihres Unterrichtens arbeiten.
Die individuelle Weiterbildung ist ein wichtiges Thema innerhalb der regelmässig geführten MAGs. Die Lehrpersonen wählen ihre individuellen Schwerpunkte nach eigenem Interesse oder je nach Verlauf des Mitarbeitendengespräches auf Empfehlung der Schulleitung.

Gemeinsame schulinterne Weiterbildung

Die Schulinterne Weiterbildung (SchiWe) wird aufgrund der Richtungsweisung des Mehrjahresplanes aber auch aufgrund aktueller Bedürfnisse des Kollegiums oder Vorgaben durch den Kanton durch die Schulleitung initiiert und organisiert.
Schulinterne Weiterbildungen finden in der unterrichtsfreien Zeit statt. Seit dem Schuljahr 2017/18 finden drei Weiterbildungstage in der letzten Sommerferienwoche (Mittwoch bis Freitag) statt.
Die Verbindlichkeit und die Teilnahmebedingungen werden von der Schulleitung festgelegt. Verpflichtende Weiterbildungen sind für Lehrpersonen in der Regel kostenlos.

Fachspezifische Weiterbildung

Jede Lehrperson ist verpflichtet Weiter- und Fortbildungen zu besuchen um sicher und zeitgemäss unterrichten zu können.
Im Speziellen sind sicherheitsrelevante Aspekte besonders zu beachten. Die Schulleitung kann eine fachspezifische Weiterbildung anordnen. Verweigert eine Lehrperson eine entsprechende Weiterbildung, kann ihr die Schulleitung die Unterrichtsberechtigung für dieses Fach entziehen.
Die Gemeinde unterstützt individuelle Weiterbildungen mit einer jährlichen Pauschale. Es liegt in der Verantwortung der Schulleitung, Ende Kalenderjahr die Pauschale unter den Lehrpersonen anteilsmässig sinnvoll und fair zu.

 

Ziele Schulrat

Der Schulrat hat die strategische Führung der Primarschule und des Kindergartens in Frenkendorf inne und definiert in dieser Funktion auch die strategischen Ziele der Schule. Die Aufgaben des Schulrates grenzen sich gegenüber denjenigen der Schulleitung dadurch ab, dass der Schulrat die politische Führung (Absicht und Orientierung) übernimmt, die Schulleitung die betriebliche (Handlung). Die strategischen Ziele werden regelmässig neu definiert und überprüft. Die Ziele werden zusammen mit der Schulleitung entwickelt. In Workshops werden neben den Zielen auch die Massnahmen und die Indikatoren, welche über die Zielerreichung entscheiden, definiert.

 

Zusammenarbeit im Team

Seit August 2014 arbeiten die verschiedenen Stufenteams der Primarstufe verstärkt in pädagogischen Teams zusammen. Diese horizontal vernetzte Zusammenarbeit über drei bis höchstens vier Klassen kann in verschiedenen Intensitätsstufen (1-3) gelebt werden. Die Teams bestimmen gemeinsam, auf welcher Stufe sie im jeweiligen Schuljahr zusammenarbeiten möchten. Eine Vereinbarung dazu wird zu Beginn des neuen Schuljahres ausgefüllt und unterschrieben der Schulleitung abgegeben.

 

Zuzug aus dem Ausland

Eine Ausnahme bildet die Schüler:inneneinteilung neu zugezogener Familien aus dem Ausland. Siehe dazu „Aufnahmeverfahren neuer Schüler:innen aus dem Ausland“ im Handbuch.